Friday, February 6, 2026

Infos zu Reparaturen

Der Strom von reparaturbedürftigen Squeezeboxen reißt nicht ab. Aus diesem Anlass fasse ich hier einmal die Bedingungen und Abläufe zusammen - dies ist sicher für alle Beteiligten besser, als wenn ich per Mail Textbausteine verschicke und immer wieder dieselben Dinge erkläre.

Rahmenbedingungen

Gesellschaftsform: die Reparaturen führe ich seit April 2025 als Kleinunternehmer aus

Rechnungslegung: die Rechnungen enthalten ausgewiesene Mehrwertsteuer nur noch für Leistungen wie DHL-Pakete, nicht jedoch für meine Arbeit und die verwendeten Ersatzteile

Haftungsausschluss: wer mir Geräte zur Reparatur schickt, akzeptiert, dass ich für den Erfolg der Reparatur nicht vorab garantieren kann. Es kann aus mehreren Gründen passieren, dass ein ursprünglich funktionierendes Gerät beim Reparaturversuch einen Totalschaden erleidet. Auch wenn das noch nie vorgekommen ist, erwähne ich lieber, dass es auch hierfür keine Haftung und keine Versicherungsdeckung gibt.

Gewährleistung: ich gebe freiwillig auf reparierte Geräte eine Gewährleistung von 12 Monaten. Diese beginnen mit dem Erhalt des reparierten Geräts beim Empfänger (anhand DHL-Paket-Tracking). In dieser Zeit auftretende Probleme, die in einem nachweisbaren Zusammenhang mit den von mir ausgeführten Arbeiten oder von mir verwendeten Ersatzteilen stehen, behebe ich kostenneutral, d.h. weitere Ersatzteile, Arbeiten und Versandkosten übernehme ich persönlich. Für Transportschäden, die auf dem Versandweg passieren, haftet das jeweilige Logikstik-Unternehmen. Ich stelle beim Verpacken der Geräte sicher, dass sie den Transport unter den üblichen Bedingungen ohne Schaden überstehen.

Versand:

  • innerhalb Deutschlands: wegen der Flexibilität bei der Zustellung (u.a. verwende ich eine permanente Umleitung zur nächsten Packstation) bevorzuge ich DHL sowohl für den Erhalt als auch die Rücksendung von Reparatur-Artikeln. Kunden, deren Geräte sich auf dem Rückweg befinden, informiere ich über die Paketnummer zwecks Tracking.
  • innerhalb EU: hier gilt im Grunde dasselbe, wobei DHL im Ursprungsland nicht unbedingt zur Verfügung steht und der Versand deshalb über andere Dienstleister erfolgen muss. Für die Rücksendung von mir zum Empfänger wird DHL vorgezogen, es sei denn, der Empfänger wünscht ausdrücklich einen anderen Versanddienstleister.
  • international (nicht EU, nicht USA): auch hier ist DHL der bevorzugte Dienstleister. Je nach Art und Wert des versandten Aritkels erstelle ich eine CN22- oder CN23-Zolldeklaration, die genau angibt, was versendet wird incl. geschätztem Wert. Der Wert eines defekten Geräts erhöht sich durch die erfolgreiche Reparatur. Während der Versender eines defekten Geräts einen Minimalwert angeben kann (z.B. 5 EUR), gebe ich nach der Reparatur den Rechnungs-Nettowert als zu verzollenden Wert an. Im Sinne der Veredlung ist der neue Wert des Geräts genau der, der in die Reparatur geflossen ist. Nur so gibt es keine Unstimmigkeiten, bei denen der Zoll ein Paket möglicherweise zurückhält. Beim Empfänger können Zollgebühren und Steuern anfallen.
  • nur USA: wegen des aktuellen politischen Geschehens ist der Versand mit Nordamerika nur stark eingeschränkt möglich. Sendungen können nur als privates Geschenk und nur mit einem maximalen Wert von 100 EUR versendet werden. Der kommerzielle Versand ist derzeit nicht möglich. Daher ist der Handel mit Ersatzteilen und auch das Versenden im Rahmen von Reparaturen derzeit nicht möglich.

Versandverpackung: die Versandbedingungen der gängigen Dienstleister fordern u.a., dass ein Paket einen Sturz aus 1m Höhe so abfangen muss, dass der Inhalt nicht beschädigt wird. Für Pakete, die bei mir ankommen und eindeutig beschädigt sind, weil sie nicht sicher genug gepackt wurden, wird die Annahme verweigert. Ich bitte darum, Pakete zu verwenden, die auch für den Rückversand noch ausreichend stabil sind.

Zustand der zu reparierenden Geräte: alle Einsender werden gebeten, die Geräte sauber und unzerlegt zu verpacken. Stark verschmutzte, unvollständige, oder von Pilz bzw. Schädlingen befallene Geräte werden unrepariert zurückgesendet. (Ausnahme: wenn dies vorher explizit besprochen wurde)

Lieferumfang: normalerweise reicht für die Reparatur die Zusendung nur des betroffenen Geräts aus. Zubehör wie z.B. die Infrarot-Fernbedienung wird nicht benötigt, es sei denn, dass auch sie repariert oder überprüft werden soll. Netzteile empfehle ich beizulegen, weil diese oft der eigentliche Ausfallgrund, oder zumindest ein Teil davon sind. Daher werden Netzteile bei mir einem Lasttest unterzogen, eine sehr sinnvolle Maßnahme zur Einschätzung, ob ein Austausch des Netzteils angeraten ist. Weiteres Zubehör wie z.B. Kabel, abmontierbare Antennen oder ähnliches sollte beim Besitzer verbleiben.

Reparatursumme: je nach Gerät gewähre ich Nachlässe, um einen vorgegebenen Maximalwert bei der Reparatur nicht zu überschreiten und so die Investition in einem vertretbaren Verhältnis zum tatsächlichen Wert des Geräts zu halten. Derzeit gelten folgende Grenzen:

  • Squeezebox Boom: 200€
  • Squeezebox Classic: 160€
  • Squeezebox Transporter: 400€
Würde eine Reparatur für eins der genannten Geräte den Maximalwert überschreiten, so wird nur dieser Maximalwert auf die Rechnung geschrieben. Insbesondere bei der Squeezebox Boom können 200 Euro erreicht werden, falls beide Bass-Woofer und das Display erneuert werden müssen und darüberhinaus noch z.B. eine EEPROM-Neuprogrammierung, der Austausch eines Anschlusses oder die Frontplattenbehandlung notwendig ist.
Für nicht genannte Geräte gibt es derzeit keine Reparaturobergrenzen, sie werden als Einzelfall gehandhabt.

Ablauf einer Reparatur

Kontaktaufnahme

Ich bin über E-Mail (johannesfranke74@gmail.com) sowie über die offiziellen Foren erreichbar:

Forums - Lyrion : Community : Forums | JoeMuc2009

Squeezebox Forum - Foren-Übersicht | JoeMod2015

Die Kommunikation sollte vorzugsweise per E-Mail erfolgen, da die Foren relativ strenge Limits bezüglich der Postfachnutzung haben und die Übertragung von Bilddateien und Dokumenten dort nur eingeschränkt möglich ist.

Je nach Auslastung kann es ein paar Tage dauern, bis ich zum Antworten komme. Einige Nachrichten landen leider auch im Spam-Filter, wo ich unregelmäßig nachschaue, ob versehentliche Fehltreffer dort einsortiert wurden.

Vorbereitung

Nach erster Kontaktaufnahme erfahrt Ihr meine Adresse und je nach bekannter Problematik auch eine grobe Vorschau auf die Kosten und Chancen der Reparatur.
Sobald das defekte Gerät bei mir ist, melde ich den Erhalt zurück. Mit der Analyse melde ich mich ebenfalls zurück, sobald ich sie ausführen konnte. Je nach Rückstand vorausgehender Reparaturen kann dies dauern, darauf weise ich aber rechtzeitig hin.
Die Analyse der Geräte ist kostenlos. Neben den identifizierten Fehlern teile ich die Behebungsmaßnahmen, verwendete Ersatzteile und zu erwartende Kosten mit. Dies kann ich jedoch nur unverbindlich machen, da es immer möglich ist, dass später noch andere Fehler auftauchen, die in einem früheren Stadium nicht erkennbar waren (z.B. Display-Defekt nach Instandsetzung der Display-Stromversorgung bei der Squeezebox Boom).
Sofern für den Besitzer schon nach der ersten Kostenvorschau feststeht, dass eine Reparatur des Geräts sich nicht lohnt, wird die Reparatur abgebrochen und das Gerät gegen Übernahme der Versandkosten zurückgesendet.

Reparaturablauf

Während der Reparatur halte ich protokollarisch fest, was wann gemacht und welche Ersatzteile verbaut wurden. Hierzu wird ein PDF-Dokument verwendet, auf dem jedes Gerät (im Fall, dass mehrere gleichzeitig eingesendet wurden) auf einer eigenen Seite mit allen Details festgehalten wird.
Sofern ich Fehler finde, über die vorab nicht gesprochen wurde, melde ich mich mit der Problembeschreibung und wiederum einer Vorschau der Maßnahmen und Kosten beim Besitzer, der das weitere Vorgehen bestätigt oder die Reparaturmaßnahme auch ablehnen kann. So ist gewährleistet, dass zu jeder Zeit eine volle Kostenübersicht besteht.
Nach Abschluss der Reparaturen werden die Squeezeboxen diversen Tests unterzogen, u.a.:
  • 24h-Dauertest mit ununterbrochener Abspielliste
  • Verbindungstests drahtlos und drahtgebunden
  • Prüfung aller Ausgänge und (falls vorhanden) Eingänge
Die Eregbnisse dieser Prüfungen werden ebenfalls im Protokoll festgehalten. Erst nach Komplettierung sämtlicher Prüfungen gilt die Squeezebox als rücksendefähig.
Das Protokoll versende ich üblicherweise zu folgenden Zeitpunkten:
  • nach erfolgter Fehleranalyse
  • nach der Fertigstellung "größerer" Aufgaben
  • nach dem Auftauchen unerwarteter zusätzlicher Kostenfaktoren
  • nach Beendigung aller Reparaturen
  • auf Wunsch auch Zwischenstände
Es wird dem Paket - zur Rechnung ergänzend - als Ausdruck beigelegt. Dies ist sicher eine Aufwertung, sollte eine Squeezebox nach der Reparatur verkauft werden, denn damit ist belegt, dass auf längere Sicht kein Reparaturbedarf zu erwarten ist.

Rechnungstellung

Abschließend erstelle ich einen Rechnungsentwurf als PDF. Er entspricht der späteren Rechnung, ist aber bezüglich der folgenden Daten evtl. noch unvollständig:

  • Lieferadresse (kann bis zum Erhalt der Zahlung noch geändert bzw. festgelegt werden)
  • "Zahlung erhalten"-Bestätigung (wird nach erhaltener Zahlung eingesetzt)
  • Paket-Tracking-Informationen (werden nach erhaltener Zahlung ergänzt)

Die Rechnung listet die reparierten Geräte anhand ihrer Seriennummer sowie gelieferte Ersatzteile als jeweils eigene Position mit den Kosten auf, ferner auch die Rückversandkosten. Die Empfängeradresse übernehme ich vom Paket, es besteht bis zuletzt auch die Möglichkeit, eine abweichende Lieferadresse anzugeben.

Zahlung der Rechnung

Banküberweisung

Rechnungsentwurf und Rechnung enthalten meine Bankverbindung. Eine SEPA-Überweisung ist der bevorzugte Zahlungsweg.

PayPal

Die Zahlung via PayPal ist ebenfalls auf Wunsch möglich, hier ist jedoch mit Gebühren zu rechnen, die ich vorsichtshalber mit 10% auf den Rechnungsbruttobetrag aufschlage.
Beispiel:
Rechnungssumme                  100,00 Euro
PayPal-Gebührenvorschuss 10%     10,00 Euro
                                -----------
Zu zahlender Betrag:            110,00 Euro
Dies wird auch im Summenbereich der Rechnung so angegeben.
Die PayPal-Gebühren werden, wenn sie erhoben werden, auf der Empfängerseite abgebucht, d.h. als Absender erfährt man dies nicht. Es kann also passieren, dass ich statt der vollen gesendeten 110 Euro eine Gutschrift von 102,50 Euro erhalte und 7,50 Euro Gebühren von PayPal einbehalten werden. Im (üblichen) Fall, dass die Gebühren kleiner ausfallen als die 10% Aufschlag, erstatte ich die Überzahlung zurück:
PayPal-Gebührenaufschlag 10%         10,00 Euro
Bruttorechnungssumme                100,00 Euro
Erhaltener Betrag                   102,50 Euro
damit überzahlt                       2,50 Euro
von PayPal einbehaltene Gebühren      7,50 Euro
Erstattung an den Absender            2,50 Euro
Sollten keine Transaktionsgebühren anfallen, erstatte ich die gesamten 10% Aufschlag zurück.
Alternativ ist eine PayPal-Zahlung unter Verwendung der Option "Freunde oder Familie" möglich, wo normalerweise keine Gebühren anfallen. Dies ist aber dennoch nicht in jedem Fall ausgeschlossen, da PayPal sich jederzeit eine Prüfung der Transaktion und der Kontobewegungen vorbehält. Sollten hier Gebühren anfallen, müssten diese vom Auftraggeber nachgezahlt werden.

Reparaturbeschreibung

Für die routinemäßig ausgeführten Reparaturen gibt es hier einige Informationen, die erklären sollen, was genau gemacht wird und wo die Aufwände stecken (dies erklärt u.a. die Preise).

Reparatur Beschreibung
(nur Boom) Refoaming Subwoofer pro Kanal Blog-Eintrag
Wie hier beschrieben, muss die Squeezebox Boom komplett zerlegt werden, um die Lautsprecher ausbauen zu können. Bei jedem Lautsprecher müssen vier verklebte Schrauben gelöst und die Kabel abgezogen werden. Die gerissene Sicke wird vom Konus abgeschnitten und die Reste vom Chassis entfernt. Dies erfordert Arbeiten mit einem scharfen Werkzeug. Nachdem die alte Sicke entfernt wurde, wird das Chassis angeschliffen, und am Konus wird ggf. nachgeschnitten, um eine einheitliche Verklebung zu ermöglichen. Konus und Chassis werden gereinigt. Dann wird Klebstoff aufgebracht und die neue Sicke zentriert, diese muss rundherum vorsichtig angedrückt werden. Nach dem Aushärten des Klebers wird geprüft, ob die Verklebung rundherum luftdicht ist.
(Boom) Austausch Display (ohne Ersatzteil) Blog-Eintrag
Das Display der Boom ist an drei Stellen mit der Platine verklebt, diese müssen durchgeschnitten werden. Die Wi-Fi-Antenne an der Platinenoberseite wird abgelöst, da sie drei oder mehr Lötpunkte verdeckt. Evtl. ist bei der Produktion Kleber für die Fixierung der Wi-Fi-Kabel auf die Lötstellen des Displays getropft, dieser muss zunächst mit Heißluft aufgeweicht und vorsichtig entfernt werden. Die insgesamt 18 Pins des Displays werden mit Low-Melt-Solder gelöst und das alte Display entfernt. Die Lötpunkte müssen danach von altem Lötzinn befreit und gereinigt werden. Die Reste der Klebepads des alten Displays müssen von der Platine mit Hilfe von Klebstofflöser und Isopropanol-Alkohol eingeweicht und entfernt werden. Das neue Display übernimmt den schwarzen seitlichen Aufkleber vom alten Display (Schutz des Lichtsensors vor Einstrahlung vom Display). Auf das neue Display werden drei doppelseitige Klebepads aufgebracht und dann eingelötet.
Sofern die Filamentspannungsversorgung nicht mehr in Ordnung ist, wird sie als Teil dieser Reparatur mit ausgeführt (s. "Instandsetzung Filamentspannungsversorgung" weiter unten)
(Classic) Austausch Display (ohne Ersatzteil) Blog-Eintrag
Das Display der Classic ist an zwei Stellen mit der Platine verklebt, diese müssen durchgeschnitten werden. Die insgesamt 18 Pins des Displays werden mit Low-Melt-Solder gelöst und das alte Display entfernt. Die Lötpunkte müssen danach von altem Lötzinn befreit und gereinigt werden. Die Reste der Klebepads des alten Displays müssen von der Platine mit Hilfe von Klebstofflöser und Isopropanol-Alkohol eingeweicht und entfernt werden. Auf das neue Display werden zwei doppelseitige Klebepads aufgebracht und dann eingelötet.
(Transporter) Austausch Display (ohne Ersatzteil) Hierfür muss zunächst die Frontplatte vom Gerät getrennt und die Platine von der Front getrennt werden. Die Displays des Transporters sind jeweils an zwei Stellen mit der Platine verklebt, diese müssen durchgeschnitten werden. Die insgesamt 18 Pins jedes Displays werden mit Low-Melt-Solder gelöst und das alte Display entfernt. Die Lötpunkte müssen danach von altem Lötzinn befreit und gereinigt werden. Die Reste der Klebepads des alten Displays müssen von der Platine mit Hilfe von Klebstofflöser und Isopropanol-Alkohol eingeweicht und entfernt werden. Auf die neuen Displays werden zwei doppelseitige Klebepads aufgebracht und dann eingelötet. Letztendlich wird das Frontpanel wieder zusammengebaut und mit dem Gehäuse verbunden.
(nur Boom) Instandsetzung Filamentspannungsversorgung (bei Display-Austausch inklusive) Blog-Eintrag
In vielen Fällen versagt der Stromkreis, der zur Regelung der Filamentspannung auf der rechten Seite des Displays dient. Im Fehlerfall geht die geregelte Spannung gegen 5V, sie muss aber deutlich niedriger gezogen werden, damit das Display funktioniert. Dies wird durch eine Kaskade von drei Standard-Dioden erzeugt, die die rechten Filament-Pins mit der Masse der Platine verbinden und so dafür sorgen, dass die Spannung am Filament ca. 2.9V beträgt. Damit funktioniert das Display normal und auch die Regelung der Helligkeit ist weiterhin uneingeschränkt möglich. Die Dioden-Kaskade wird auf der Platinenrückseite platzsparend untergebracht, so dass vom Eingriff an der Frontseite nichts zu sehen ist. Auch bei noch intakter Originalschaltung kann die Dioden-Kaskade vorsorglich eingebaut und mit einem Schalter versehen werden. Dieser bleibt offen, d.h. die Dioden sind noch nicht Teil der Schaltung. Wenn später die Originalschaltung versagen sollte, muss bei der Boom lediglich die Frontplatte abgeschraubt und der Schalter gesetzt werden, um die Versorgung des Filaments auch künftig sicherzustellen.
(nur Boom, teilweise Radio) Behandlung der Frontplatte und des Drehknopfes bei klebriger Oberfläche Die Beschichtung des Bedienfelds und des Drehknopfes ist leider chemischen Prozessen unterworfen, die dafür sorgen, dass die Beschichtung über längere Zeit klebrig wird. Dies ist nicht nur unangenehm zu bedienen, sondern kann auch dazu führen, dass gedrückte Knöpfe festhängen. Der klebrig gewordene Teil der Oberflächen muss dann entfernt werden. Dazu nutze ich ein Wasserbad in Seifenlauge bei ca. 60°C für ~30 Minuten (je nach Bedarf auch länger). Dazu muss die Frontplatte komplett zerlegt werden, d.h. bei der Platine sind 8 PH1-Schrauben zu lösen und die Preset-Tasten 1 bis 6 zu entfernen. Knopf und Tastenmatte werden separiert und alles wird im Wasser erhitzt. Nach der Einwirkzeit ist die klebrige Schicht leicht aufgequollen und kann mechanisch vorsichtig entfernt werden. Die behandelten Teile werden getrocknet, da erst dann beurteilt werden kann, ob genug von der klebrigen Schicht entfernt wurde. Ggf. wird diese Prozedur mehrmals wiederholt. Ich achte bei der Reparatur darauf, dass die aufgedruckten Beschriftungen und die schwarze Deckschicht der Frontplatte erhalten bleiben.
Austausch DC-Buchse Ein häufiger Fehler bei den Geräten mit externem Netzteil ist die Korrosion beim Übergang vom Netzteil zum Gerät. Die Metalloberflächen (typischerweise vernickelt) bekommen mit der Zeit eine Oxidschicht, die den Kontaktschluss zum Netzteilstecker behindert. Das äußert sich durch Neustarts und "harte" Ausfälle der Squeezebox beim Bewegen des Netzteilkabels oder -steckers. Eine intakte Verbindung wird auch durch Wackeln am Stecker nicht beeinflusst. Da die korrodierten Stellen in den DC-Buchsen schlecht erreichbar sind, ist der komplette Austausch der Buchse empfohlen. Dazu wird die zum Gerät und Netzteil passende Buchse verwendet (Boom: 5.5/2.1mm, Classic und Touch: 5.5/2.5mm, Radio: 5.5/2.5mm senkrecht)
Austausch DC-Buchse und -Stecker (Netzteil muss vorhanden sein) Die Hohlstecker der Netzteile sind ebenfalls oft problematisch, da sie leicht verschmutzen und ebenfalls korrodieren. In den meisten Steckern dient für den Mittelkontakt eine Federkonstruktion, die über längere Zeit abgeschwächt wird und so keinen guten Kontakt mehr herstellen kann. Die Stecker lassen sich ebenfalls austauschen. Ich kann auch eine verriegelbare Kombination aus Buchse und Stecker anbieten. Bei dieser wird nach dem Einstecken der Stecker um ca. 30° im Uhrzeigersinn gedreht und ist dann mit der Buchse fest verbunden. Abgesehen davon, dass das Kabel nicht mehr versehentlich herausgezogen werden kann, ist die Konstruktion auch etwas dichter gegen eindringenden Staub und im Vergleich zu einer offenen Kombination auch länger korrosionsfrei
Austausch Wi-Fi-Board Die MiniPCI-Express-Karten, die für die Wi-Fi-Verbindung eingesetzt werden, sind in manchen Fällen fehlerhaft, so dass sie das Hochfahren der Squeezebox ganz unterbinden oder nur eine instabile Verbindung herstellen können. Eine neue AR2413-kompatible Karte kann diese Probleme beheben. Bei der Squeezebox Boom ist die Karte an drei Stellen festgeklebt, was den Austausch etwas erschwert.
Diese Maßnahme ist nur bei SB Boom, Classic, Receiver und Transporter möglich. Die übrigen Geräte implementieren Wi-Fi über einen eingelöteten Chip.
Austausch 3,5mm-Buchse Anschlussbuchsen für Line-In, Line-Out/Subwoofer und Kopfhörer werden durch Korrosion auf Dauer schlecht bis gar nicht nutzbar. Während Kontaktspray in vielen Fällen zumindest mittelfristig eine Abhilfe schafft, ist der Austausch der gesamten Buchse die bessere Maßnahme. Da die Buchsen bei der Squeezebox Boom einen eingebauten 2xUM-Schalter enthalten und diese Bauform recht selten ist, kosten die Ersatzteile hier etwas mehr. Bei Classic und Transporter werden lediglich die drei Kontakte zum Stecker hergestellt. Beim Transporter erfordert dies den Ausbau der Hauptplatine, deshalb kostet es dort mehr.
Austausch Ethernet-Buchse Im Fall, dass einer oder mehrere Pins der 8-poligen Ethernet-Buchse beschädigt, verbogen oder abgerissen sind, oder wenn die Stecker wegen eines ausgerissenen Gehäuses der Buchse nicht mehr einrasten, kann die Buchse ausgetauscht werden. Bei Classic, Boom und Touch ist sie sehr einfach zu erreichen, beim Transporter muss hierzu das Mainboard ausgebaut werden
Austausch Encoder für großen Drehknopf Auch die Drehgeber für die Drehknöpfe an Boom und Radio können intern korrodieren, was zu unzuverlässigem Verhalten führt (Reaktion träge, in die falsche Richtung oder Komplettausfall), außerdem haben die Drehgeber auch eine Pushbutton-Funktion, d.h. der Knopf kann gedrückt werden und betätigt so einen Taster, der bei Defekt auf den Tastendruck nicht mehr reagiert. Da es die Panasonic Original-Drehgeber nicht mehr gibt, verwende ich alternative Komponenten von Bourns, die leicht modifiziert werden müssen, im Handling aber am Ende nicht vom Original zu unterscheiden sind.
Neuprogrammierung Firmware-EEPROM Bisher ist nicht bekannt, wie das Problem entsteht, aber die SB Classic und seltener auch die Boom neigen dazu, die eigene Firmware mit zufälligen Daten zu überschreiben. Potentiell ist auch der Transporter betroffen. Neuere Geräte wie Radio und Touch erfordern ggf. andere Maßnahmen.
Mein Verdacht ist, dass instabile Netzteile, defekte Elkos, oder eine Kombination davon den Prozessor in einen instabilen Zustand bringen und das Flash-EEPROM dann in Bereichen überschrieben wird, die nicht zur Konfiguration, sondern zur Systemsoftware gehören. Die Squeezeboxen sind grundsätzlich in der Lage, das Flash-EEPROM zu schreiben, dies wird bei Firmware-Upgrades genutzt, aber auch bei der Konfiguration. Die Wi-Fi-Verbindungsdaten und der gewählte LMS werden beispielsweise auch im Flash-EEPROM festgehalten. Die Schreibmechanismen scheinen aber in manchen Situationen nicht an die korrekten Speicheradressen zu schreiben. Im Endeffekt führt das dazu, dass eine Squeezebox nicht mehr startet. Dies kann behoben werden, indem das EEPROM mithilfe von Flussmittel und Low-Melt-Solder ausgelötet, gereinigt, und in einem Programmer neu beschrieben wird. Hierbei wird die Seriennummer an zwei Stellen korrigiert, um zum Geräte-Aufkleber zu passen. Das EEPROM muss nach dem Programmieren wieder eingelötet werden, dazu wird zunächst die Platine gereinigt und vorbereitet.
Dieser Schritt ist bei vielen SB Classic (v3) notwendig, wenn der Austausch der SMD-Elkos alleine nicht ausreicht. Leider ist die Notwendigkeit dieses Schrittes nicht vorab feststellbar, so dass die hier beschriebene Reflash-Operation oft eine Überraschung während der Reparatur darstellt.
(nur Classic) Austausch der SMD-Elkos Blog-Eintrag
Die Squeezebox Classic ist dafür bekannt, dass ihre insgesamt 23 SMD-Elektrolyt-Kondensatoren mit der Zeit versagen, üblicherweise nach 12-15 Jahren. Dies führt zu Instabilitäten, zufälligen Neustarts, in späteren Stadien dazu, dass beim Beginn der Musikwiedergabe die Squeezebox neu startet und nicht dazu kommt, etwas abzuspielen, im Endstadium dann dazu, dass sie gar nicht mehr startet. Teilweise laufen die Elkos aus und verursachen weitere Schäden an der Platine und an Leiterbahnen. Bei zwei der Elkos ist darüberhinaus unklar, ob diese vielleicht in der Schaltung in der falschen Polarität eingesetzt wurden. Die Abhilfe besteht darin, sämtliche Elkos zu entfernen, die Platine von Bauteil- und Lötzinn-Resten und Elektrolyt zu befreien und qualitativ hochwertige neue Elkos einzusetzen. An den zwei Stellen mit unklarer Polarität verwende ich bipolare Elkos, die nicht verpolt werden können. Auf den Klang hat dies keinen messbaren Einfluss.
(nur Transporter) Austausch 5VDC-Netzteil gegen PowerPax SW3376 (Original) Blog-Eintrag
Hierbei wird das alte defekte 5V-Netzteil gegen ein baugleiches neues ersetzt. Dies wird in den meisten Fällen den Transporter wiederbeleben, jedoch wird das Netzteil beim Erreichen von ca. 15 Jahren wieder defekt sein. Eine bessere Option ist das Umrüsten des neuen Netzteils auf bessere Elkos, die mit größerem Abstand zur Platine montiert werden und so nicht mehr unter der dort entstehenden Hitze leiden. Ein so modifiziertes Netzteil wird deutlich länger halten. Das relativ billige Netzteil bleibt aber eindeutig ein Fremdkörper im ansonsten hochwertigen Transporter.
(nur Transporter) Austausch 5VDC-Netzteil gegen Traco Power TMP15105C mit angepasster Montageplatte und Anpassung der Leitungen (ohne Ersatzteil) Blog-Eintrag
Dies ist die langfristige Lösung, das Originalnetzteil wird dabei durch eine Alu-Montageplatte ersetzt, die passend zu den Halterungen im Transporter vorgebohrt ist. Auf diese wird das sehr hochwertige TMP15105C-Netzteil aufgeschraubt, das im gekapselten und vergossenen Gehäuse kommt, was Streusignale und auch die Gefahr von Kurzschlüssen oder versehentlicher Berührung wirkungsvoll verhindert. Das Netzteil hat Schraubterminals, so dass die im Transporter vorhandenen Kabel modifiziert werden müssen. Die vormals verwendeten Steckverbinder werden entfernt und durch Kabelenden mit Aderendhülsen versehen. Mit dieser Modifikation wird der Transporter praktisch ewig halten.
(nur Transporter) Austausch Flexkabel zwischen Front- und Hauptplatine im Fall, dass durch Unachtsamkeit das 30-polige weiße Flexkabel beschädigt wird, kann dieses komplett ersetzt werden. Die Kabel haben an beiden Enden offenliegende Metallstreifen, die sich nach einigen Ein- und Aussteckvorgängen vom Trägermaterial ablösen. Dadurch kann es zu Unterbrechungen oder schlimmstenfalls auch Kurzschlüssen kommen. Das Kabel ist außerdem empfindlich gegen seitliches Verwinden und reißt relativ leicht. Ein beschädigtes Kabel sollte deshalb immer ersetzt werden. Im Transporter verbindet es den digitalen Teil der Hauptplatine mit der 5V-Spannungsversorgung und ist daher lebenswichtig.
(nur Transporter) Austausch Flexkabel-Verbinder auf Front- oder Hauptplatine Die Verbinder für die Flexkabel sind leider mindestens so empfindlich wie das Kabel selbst. Der Verbinder ist zweiteilig und besteht aus dem eingelöteten unteren Teil sowie einem beweglichen "Balken", der zum Einsetzen des Kabels nach oben gezogen werden muss, um die Kontaktfedern zu entlasten. Sobald das Kabel zuende eingeführt ist, wird dieser Balken auf ganzer Breite nach unten gedrückt und fixiert so das Kabel. Da es sich um ein zerbrechliches und dünnes Stück Kunststoff handelt, bricht es gerne insbesondere beim Lösen, wenn nicht genug Vorsicht angewendet wurde. Die Verbinder müssen in dem Fall ausgelötet und durch neue ersetzt werden. Erschwerend kommt hier hinzu, dass es die Verbinder nur in der falschen Ausrichtung gibt. Die 30 Pins werden im Zick-Zack-Muster auf je 15 Pins pro Seite am unteren Ende des Verbinders geleitet, und die Ausrichtung der Pins ist bei den verfügbaren Ersatz-Sockeln leider verkehrt herum, d.h. dort, wo der erste Pin sein Lötpad hat, kommt er aus dem Verbinder auf der Gegenseite heraus. Alle Kontaktfedern des Verbinders müssen daher herausgezogen und in der anderen Richtung wieder eingesteckt werden. Hierbei darf auf die Kontaktfedern nicht zu viel Druck ausgeübt werden, damit sie sich nicht verformen. Wegen der geringen Größe der Bauteile ist diese Arbeit nur mit dem Mikroskop machbar und erfordert pro Anschluss ca. 30 Minuten
(nur Transporter) Austausch AC-Transformator 2x115V / 2x18V bzw. 2x9V Die AC-Ringkern-Trafos im Transporter dienen zur Versorgung der analogen Schaltung und des Digital-Analog-Wandlers. Sie sind abhängig von der AC-Eingangsspannung unterschiedlich zu beschalten (in 120V-Regionen werden die Primärwicklungen parallel bestromt, in 240V-Regionen hingegen seriell). Die Beschaltung wird über Relais geregelt. Falls die Ermittlung dere Eingangsspannung nicht korrekt ablief, ist es möglich, dass die AC-Trafos 230 Volt auf ihre 115-Volt-Wicklungen erhalten und durchschmelzen. In dem Fall ist ein Austausch des jeweiligen Trafos erforderlich. Dazu muss das Mainboard entfernt und der alte Trafo ausgelötet werden. Es muss sorgfältig geprüft werden, ob die Ursache für die vorausgegangene Fehlbeschaltung ein Software- oder ein Hardware-Defekt war, damit der neue Trafo nicht gleich wieder defekt ist.
(nur Touch) Austausch EEPROM Bei der Squeezebox Touch gab es einzelne Fälle, wo Netzwerkverbindungen nicht mehr hergestellt oder Updates nicht ausgeführt werden konnten. Dies konnte durch den kompletten Austausch des EEPROM-Bausteins behoben werden, der jeweils einem Spendergerät entnommen wurde. Die neueren Modelle (Touch, Radio, Controller) haben im EEPROM nicht mehr binäre Daten an festen Adressen, sondern ein Dateisystem, was Änderungen am Inhalt erschwert. Mir ist es mit den vorhandenen Mitteln nicht möglich, diese EEPROMs zu lesen oder gar zu schreiben. Daher bin ich in so einem Fall darauf angewiesen, dass ein ansonsten defektes Spendergeät bereitsteht, dem ich das EEPROM entnehme. Beim Empfänger wird das EEPROM ebenfalls ausgelötet und nach Reinigung der Platine durch das aus dem Spender ersetzt. Da die softwaremäßige Seriennummer des Geräts sich dadurch ändert, muss neben dem EEPROM auch der Standfuß des Spendergeräts übernommen werden, auf dessen Aufkleber die Seriennummer aufgedruckt ist.

Preisliste

(Stand: 06.02.2026)
Einzel- und Ersatzteile
Artikel Nettopreis
Noritake MN16032GB Display für Squeezebox Boom 70,00 €
Noritake MN32032A Display für Squeezebox Classic (v3) und Transporter (beim Transporter werden 2 Stück benötigt) 78,00 €
Ersatznetzteil Squeezebox Classic / Touch (5VDC, >3A, Tischnetzteil) 25,00 €
Ersatznetzteil Squeezebox Boom (12VDC, >3A, Tischnetzteil) 28,00 €
Ersatznetzteil Squeezebox Boom (Original-Steckernetzteil, gebraucht) 20,00 €
Ersatznetzteil Squeezebox Transporter (PowerPax SW3376, Originalteil, 5VDC, 2.3A) 24,00 €
Ersatznetzteil Squeezebox Transporter (PowerPax SW3376, Originalteil, 5VDC, 2.3A) mit hochwertigeren Elkos und Hitzeschutzmaßnahmen 38,00 €
Ersatznetzteil Squeezebox Transporter (Traco Power TMP15105C, 5VDC, 3A) 60,00 €
DC-Buchse 5.5/2.1mm für Squeezebox Boom 4,00 €
DC-Buchse 5.5/2.5mm für Squeezebox Classic (v3) und Touch 4,00 €
DC-Buchse 5.5/2.5mm abgewinkelt für Squeezebox Radio 6,00 €
Flexkabel für Squeezebox Boom (zwischen Front- und Hauptplatine) 9,00 €
Flexkabel für Squeezebox Transporter (zwischen Front- und Hauptplatine) 15,00 €
3.5mm Buchse mit 2xUM-Schalter für Squeezebox Boom (Line In, Line Out) 9,00 €
3.5mm Buchse für Squeezebox Classic und Transporter 6,00 €
RJ45 Ethernet-Buchse 12,00 €
Bourns-Encoder für Squeezebox Boom / Radio Drehknopf (groß) 10,00 €
Encoder für Squeezebox Radio Drehknopf (klein) 10,00 €
TOSLINK Optischer Transceiver (Optical Digital Out, alle Modelle) 14,00 €
Spansion S29AL016D90TFI02 EEPROM (16 MBit, 3.0V) für Squeezebox Boom, Classic, Transporter (programmiert mit Lyrion Community Firmware) 15,00 €
Reparaturen - Squeezebox Boom
Artikel/Reparatur Nettopreis
Refoaming Subwoofer pro Kanal (incl. Ersatzteile) 28,00 €
Austausch Display (ohne Ersatzteil) 49,00 €
Instandsetzung Filamentspannungsversorgung (bei Display-Austausch inklusive) 10,00 €
Behandlung der Frontplatte und des Drehknopfes bei klebriger Oberfläche 20,00 €
Austausch DC-Buchse (incl. Ersatzteil) 8,00 €
Austausch DC-Buchse und -Stecker (incl. Ersatzteile, Netzteil muss vorhanden sein) 16,00 €
Austausch Wi-Fi-Board (incl. Ersatzteil) 16,00 €
Austausch 3,5mm-Buchse (incl. Ersatzteil) 14,00 €
Austausch Ethernet-Buchse (incl. Ersatzteil) 18,00 €
Austausch Encoder für großen Drehknopf (incl. Ersatzteil) 15,00 €
Neuprogrammierung Firmware-EEPROM 35,00 €
Reparaturen - Squeezebox Classic / v3
Artikel/Reparatur Nettopreis
Austausch SMD-Elkos (23 Stck., incl. Ersatzteile) 85,00 €
Austausch Display (ohne Ersatzteil) 49,00 €
Austausch DC-Buchse (incl. Ersatzteil) 8,00 €
Austausch DC-Buchse und -Stecker (incl. Ersatzteile, Netzteil muss vorhanden sein) 16,00 €
Austausch Wi-Fi-Board (incl. Ersatzteil) 12,00 €
Austausch 3,5mm-Buchse(incl. Ersatzteil) 14,00 €
Austausch Ethernet-Buchse(incl. Ersatzteil) 18,00 €
Neuprogrammierung Firmware-EEPROM 35,00 €
Gehäuse komplett (schwarz, Logitech-Design, gebraucht) 15,00 €
Gehäuse-Front (schwarz, Logitech-Design, gebraucht) 10,00 €
Gehäuse-Rückseite (schwarz, Logitech-Design, gebraucht) 10,00 €
Reparaturen - Transporter (Logitech / Slimdevices)
Artikel/Reparatur Nettopreis
Austausch 5VDC-Netzteil gegen PowerPax SW3376 (Original, incl. Ersatzteil) 25,00 €
Austausch 5VDC-Netzteil gegen Traco Power TMP15105C mit angepasster Montageplatte und Anpassung der Leitungen (ohne Ersatzteil) 35,00 €
Austausch beider Displays (ohne Ersatzteile) 70,00 €
Austausch Wi-Fi-Board (incl. Ersatzteil) 16,00 €
Austausch Flexkabel zwischen Front- und Hauptplatine (incl. Ersatzteil) 12,00 €
Austausch Flexkabel-Verbinder auf Frontplatine (incl. Ersatzteil) 25,00 €
Austausch Flexkabel-Verbinder auf Hauptplatine (incl. Ersatzteil) 30,00 €
Neuprogrammierung Firmware-EEPROM 40,00 €
Austausch 3,5mm-Buchse (incl. Ersatzteil) 18,00 €
Austausch Ethernet-Buchse (incl. Ersatzteil) 22,00 €
Austausch AC-Transformator 2x115V / 2x18V (incl. Ersatzteil) 35,00 €
Austausch AC-Transformator 2x115V / 2x9V (incl. Ersatzteil) 32,00 €
Reparaturen - Squeezebox Radio
Artikel/Reparatur Nettopreis
Austausch DC-Buchse (incl. Ersatzteil) 14,00 €
Austausch Encoder für großen Drehknopf (incl. Ersatzteil) 16,00 €
Austausch Encoder für kleinen Drehknopf (incl. Ersatzteil) 16,00 €
Reparaturen - Squeezebox Touch
Artikel/Reparatur Nettopreis
Austausch DC-Buchse (incl. Ersatzteil)/td> 18,00 €
Austausch Ethernet-Buchse (incl. Ersatzteil) 22,00 €
Frontplatte mit LCD und Digitizer/Touchscreen, gebraucht 30,00 €
Gehäuserückseite mit Standfuß, gebraucht 18,00 €
Austausch EEPROM 45,00 €

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere Preise auf Anfrage. Die Preise werden gemäß §19 UStG ohne Steuer ausgewiesen und kommen als solche auf die Rechnung. Umsatzsteuer fällt nur auf externe Zusatzleistungen wie DHL-Gebühren an.
Ersatzteile sind nur in geringen Stückzahlen vorrätig. Bitte fragt immer zuerst an! Insbesondere Gehäuseteile und Touch-EEPROMS habe ich nur in Einzelfällen.

Tuesday, August 23, 2022

Voltcraft CT-20TDR Display-Reparatur (Deutsch / German)

Hi zusammen,


diesmal auf Deutsch, weil ich annehme, dass Voltcraft außerhalb von Deutschland nicht großartig bekannt ist...

Die heutige Reparatur dreht sich um einen Kabeltester CT-20TDR von Voltcraft, der z.B. über Conrad Electronic oder Völkner verkauft wird. Damit lassen sich Netzwerk- und Telefonkabel schnell auf Durchgängigkeit testen. Durch ein herausnehmbares Gegenstellenmodul kann man auch installierte Kabel testen. Die Preisklasse ist ca. 150 Euro.

Leider gibt es einen oft auftretenden Fehler, der vielleicht erklärt, warum so viele dieser Geräte bei den einschlägigen Marktplätzen als defekt angeboten werden. Der Fehler zeigt sich so:

Das Problem ist, dass auf einem mehr oder weniger breiten horizontalen Balken keine Pixel mehr erscheinen. Bei LCDs kennt man das, oft sind es die Kontaktstreifen aus Gummi mit eingelassenen leitenden und nicht-leitenden Oberflächen, die diesen Komponenten in Englisch den Namen "Zebra strips" verpasst haben. Diese Streifen können sich über die Jahre leicht ablösen. Wenn man sie neu positioniert oder dafür sorgt, dass sie etwas mehr Andruck an den Kontaktflächen haben, sind solche Probleme einfach zu beheben.

Leider ist es in diesem Fall komplizierter, denn es handelt sich beim CT-20TDR um ein LC-Display, das eigene Intelligenz an Bord hat, sprich ein Chip-On-Glass (COG) sorgt für die Ansteuerung der Pixel und wird über ein vorgegebenes Protokoll vom Gerät angesprochen. Statt Zebra Strips kommt hier ein Flachbandkabel (FFC, Flat Flex Cable) zum Einsatz. COGs sitzen, wie der Name schon verrät, direkt auf demselben Glas wie das Display, und die Kontaktierung erfolgt über transparente Leiterbahnen, die auf das Glas aufgebracht werden. Wenn hier eine Kontaktschwäche herrscht, ist das mit normalem Werkzeug nicht mehr zu reparieren.

Hier ist es sogar noch schlimmer, denn der Kontakt ist nicht nur schwach, sondern für einige Zeilen im Display komplett unterbrochen. Der Grund dafür ist allerdings gut versteckt. Bei den COG-Displays verbirgt sich der Chip oft unter einer schwarzen Silikonschicht, die als Schutz gedacht ist, beim hier verwendeten Display sind auf ganzer Breite des Displays sowohl der Chip als auch alle von ihm weg- und zu ihm hinführenden Leiterbahnen unter Silikon begraben. Auch das Flachbandkabel bekommt an der Stelle, wo es auf dem Glas aufgeklebt ist, von der Silikonschicht noch etwas Schutz, damit es nicht so leicht abreißt.

Die Ursache des toten Streifens auf dem Display konnte ich erst sehen, nachdem das Silikon entfernt war:

 

Mittig unten unter der grauen Anzeigefläche ist der Chip zu erkennen, von dem nach unten das Flachbandkabel wegführt. An der linken unteren Ecke des Displays hat das Glas mehrere Bruchstellen.

Hier noch mal aus der Nähe:
 

Und noch näher. Im Gegenlicht lassen sich bei genauem Hinsehen die Leiterbahnen erkennen, die hier durch den Glasbruch mit unterbrochen wurden:


An dieser Stelle ist klar, dass dieses Display nicht zu retten ist. Durch irgendeinen Umstand wurde das Display an dieser Ecke zu stark gebogen. Ich vermute, dass das Gerät heruntergefallen ist. Das sollte man wohl besser nicht passieren lassen, auch wenn das Gehäuse einen sehr soliden Eindruck macht.

Wie leider üblich ist am Display selbst keinerlei Hersteller oder Modellnummer ersichtlich. Da es zum Austausch aber auf jeden Fall das Gerät verlassen muss, kommen wir nun zum Ausbau. Dazu ist leider Entlöt-Equipment notwendig, weil das Display eine Hintergrundbeleuchtung mitbringt, die aber nicht über das Flachbandkabel versorgt wird, sondern über zwei eingelötete Pins an den Ecken unten links und rechts. Diese müssen ausgelötet werden, bevor es weitergehen kann. Man kann mit gebotener Vorsicht auch die Pins einzeln so weit erhitzen, dass sich das Display in die Gegenrichtung wegziehen lässt.

Erst danach kann man das Display an den zwei Kunststoffclips, die oben rechts und links um die Platine herumgreifen, ablösen und sieht dann das darunter gesteckte Flachbandkabel. Aus dem Verbinder löst man es, indem man den dunklen Sicherungsbalken nach oben klappt:


Dazu auf der Seite, wo das Kabel hineinführt, mittig von unten vorsichtig unter den Balken gehen, z.B. mit einem Fingernagel oder einem Kunststoffwerkzeug, und diesen nach oben klappen. Dann lässt sich das Flachbandkabel ohne Kraftaufwand herausziehen.

(sorry, leider habe ich es versäumt, für diese Prodzedur mehr Fotos mit anderen Perspektiven zu machen)

Die Lötaugen müssen dann von verbleibendem Lötzinn befreit werden, damit das neue Display dort wieder Halt findet (im Bild sind beide markiert):

 

Jetzt gilt es, am defekten Display einen Hinweis auf Hersteller und Modell zu finden. Das ist in diesem Fall leider praktisch unmöglich. Am Display selbst findet sich leider gar nichts, die Rückseite ist komplett weiß, was man hier sieht, ist der Kunststoffrahmen, in dem die Hintergrundbeleuchtung und das LC-Display miteinander verbunden / verklebt sind.

 

Einen Hinweis, der aber nicht wirklich hilft, gibt das Flachbandkabel mit folgendem Aufdruck auf der Vorderseite:

In jeder möglichen Konstellation führt eine Google-Suche nicht zum Erfolg, es scheint keinen Hersteller (mehr) zu geben, der so einen Artikel führt.

Zumindest verrät uns die Produktbezeichnung, dass wir ein 128x64-Pixel-Display haben. Dass die Auflösung der X- und Y-Achse in der Artikelnummer auftaucht, ist sozusagen eine universelle Norm. Aber viel mehr lernen wir hieraus nicht.

Was letztendlich die Veranstaltung rettet, ist der Verbinder. Dieser hat eine spezielle Beschaltung, über die ich einen passenden Ersatzartikel finden konnte:


Zunächst fällt auf, dass einige Pins gar nicht verbunden sind und das Kabel dadurch auch schmaler wird. Aus 34 Pins am Verbinder werden nur 20 durchgeleitete Verbindungen. Angenommen, Pin 1 sei hier ganz links, dann wissen wir zumindest schon einmal:

  • Pin 1-15: verbunden
  • Pins 16-20: NC
  • Pins 21-22: verbunden
  • Pins 23-24: NC
  • Pin 25: verbunden
  • Pins 26-30: NC
  • Pins 31-32: verbunden
  • Pins 33-34: NC

Die Nicht-verbundenen (NC) Pins sind jeweils Gruppen von 5 zusammenliegend, dann 2, dann noch einmal 5 und noch einmal 2.

Da ich mit der Artikelbezeichnung nicht weiterkam, habe ich dann COG-LCDs im Netz gesucht, die eine ähnliche Beschaltung haben und Eigenschaften haben, also:

  • LCD mit COG
  • 128x64 Auflösung
  • monochrom
  • hintergrundbeleuchtet
  • 34-Pin FFC-Verbinder mit 0,5mm Pin Pitch
  • Anzeigefläche gemessen ca. 71 x 39mm 
  • Gesamtgröße ca. 80 x 55mm

Bei den meisten Modellen, die man so findet, sind alle 34 Pins in Benutzung, vermutlich für die unterschiedlichen Protokolle, die man beim Sprechen mit dem COG verwenden kann. Es blieb eigentlich nur folgendes Display übrig:

Crystalfontz CFAG12864Q1-TFH

Shopadresse: https://www.crystalfontz.com/product/cfag12864q1tfh-128x64-low-power-backlit-lcd-display

Gemäß Datenblatt, das man sich dort herunterladen kann, sind die Gruppen von genutzten und nicht-genutzten Pins identisch:

Datasheet CFAG12864Q1 Series, Release Date 2022-07-18, (C) Crystalfontz America, Inc.

Nun hätte man noch sichergehen können und per Oszilloskop die Beschaltung nachprüfen können, aber es wäre extrem mühsam gewesen und hätte ggf. nur dazu geführt, dass auch das Crystalfontz-Display kein passendes Ersatzteil ist.

Zunächst sah es aus, als müsse man das Display in Amerika bestellen zum Stückpreis von 17,94 US-$ plus Versandkosten von rund 50 US-$. Das macht die ganze Sache wirtschaftlich unsinnig, denn das defekte Gerät habe ich für ca. 60€ gekauft, und natürlich sollte die Reparatur nicht noch einmal so viel oder noch mehr kosten - mit dem Unsicherheitsfaktor, dass nur der Verbinder passt, aber das Protokoll nicht.

Dann fand ich heraus, dass es in Deutschland einen Distributor für das Display gibt, nämlich die Fa. LC-Design. Diese vertreibt Crystalfontz-Displays und hat einen gewissen Vorrat auf Lager. Was nicht da ist, kann in USA bestellt werden und ist dann innerhalb von ein paar Wochen lieferbereit.

Hier der Link zum Distributor:

https://lc-design.de/crystalfontz-intelligent-display-module/

Über Kontakt via E-Mail habe ich das besagte Display angefragt und bekam es auf Vorauszahlung innerhalb von ca. 3 Wochen per DPD zugestellt. Gekostet hat das Display 23,78€ netto, dazu kamen noch 6,70€ Versand ebenfalls netto. Zu zahlen waren also 36,27€. Das ist zwar angesichts des Wertes, der hier erhalten werden soll, auch schon grenzwertig, aber ich habe es mal riskiert.

Crystalfontz ist deutlich auskunftsfreudiger mit Angaben zu dem Display, wie man am Aufdruck auf der Rückseite erkennt:

Abgesehen von dem Flachbandkabel, das auch die nicht genutzten Leitungen in voller Breite überträgt, ist es äußerlich von dem ursprünglich verbauten nicht zu unterscheiden. Nach unten führen auch die zwei Hintergrundbeleuchtungs-Pins an exakt der richtigen Stelle heraus.

Hier ein Blick auf das bereits angeschlossene Crystalfontz-Display. Man erkennt hier auch die erwähnte schwarz-glänzende Silikonschutzschicht am unteren Rand des Displays.

Gelb markiert ist die Stelle, an der das Flachbandkabel geknickt werden muss, damit es komplett unter dem Display liegt, wenn alles wieder montiert ist. Andernfalls kann es nach unten hervorschauen und in den Bereich der Tasten gelangen. Das ist weder für die Funktion der Taste gut noch für das Kabel selbst, das keine überflüssige Bewegung oder Verwindung erfahren sollte. Die Flachbandkabel machen einmaliges (!) Knicken gut mit und halten die so gegebene Form auch.

Zum Anschließen schiebt man das Flachbandkabel mit den Kontakten zur Platine schauend in den Verbinder ein. Dies geht nur, wenn der Sicherungsbalken geöffnet ist, also 90° vom Verbinder absteht. Das Kabel schiebt man genau gerade in die Führung ein. Schaut ggf., ob das Kabel versehentlich unter statt in den Verbinder geschoben wurde. Nach ca. 1-2mm des Weges sollte das Kabel am Anschlag sein und sich nicht weiter einschieben lassen. Der etwas dickere Plastikstreifen am Ende des Kabels hilft dabei, und das Kabel sollte möglichst auch an keiner anderen Stelle angefasst werden. Dieser Streifen schaut am Ende noch gute 5mm heraus. Wenn das Kabel gerade sitzt, den schwarzen Sicherungsbalken wieder nach unten klappen und durch leichtes Ziehen am Kabel prüfen, ob die Verbindung wirklich fest ist.

Hierbei bitte äußerste ACHTUNG! Die Flachbandkabel mögen ausschließlich Zugbewegungen entlang ihrer Längs-Achse. Wenn man so ein Kabel zur Seite verwindet, kann es schnell reißen und ist dann kaum zu reparieren. Man kann es auch relativ leicht durchreißen wie ein Stück Papier. Denkt beim Zug-Test auch daran, nicht am Display zu ziehen, sondern dazu das Kabel irgendwo mittig anzufassen, sonst reißt die Verbindung vielleicht am Display selbst, und dank der Silikonschicht hält dann trotzdem noch, was eine schwer zu findende Fehlerquelle darstellt. Es geht bei diesem Test auch nur darum, festzustellen, dass das Kabel nicht vollkommen locker war und einem einfach wieder entgegen kommt. Also nur ganz leicht ziehen, auf keinen Fall mit Kraft!

Nun setzt man das Display an die passende Stelle, so dass die zwei Kunststoffklammern in die Aussparungen in der Platine greifen. Leider sind diese Klammern etwas kürzer geraten als beim Original, so dass sie (zumindest bei meinem Versuch) nicht wirklich halten. Ich habe mir dann damit beholfen, das Display an der oberen Seite links und rechts mit einem Klebestreifen an der Platine zu befestigen, damit es sich nicht im Gehäuse frei bewegt. Im unteren Bereich wird das Display durch die zwei Lötkontakte der Beleuchtung gehalten.

Lohn der Mühe:


Erfolg! Das Crystalfontz-Display zeigt alles so an, wie es soll. Es ist nichts spiegelverkehrt, es gibt keine Bildstörungen, und auch die Hintergrundbeleuchtung funktioniert 1:1, die Polarität stimmt also auch.

Möglicherweise hat Crystalfontz also das ursprünglich verbaute Display auch als OEM geliefert. Jedenfalls ist der Kabeltester damit jetzt endlich wieder voll einsetzbar.

Wer es mag, kann bei Crystalfontz übrigens ein gleich beschaltetes Display in weiß-auf-blau bestellen statt der Darstellung schwarz-auf-grau. Die Artikelnummer dazu lautet CFAG12864Q1-TMI, also TMI als Appendix statt TFH. Es müsste ansonsten genausogut funktionieren, da es lediglich als Produktvariante geführt wird. Ich habe das aber nicht ausprobiert! Klar ist jedenfalls, dass man die weiß-auf-blau darstellenden Displays nicht lesen kann, wenn nicht die Hintergrundbeleuchtung die ganze Zeit aktiv ist. Beim schwarz-auf-grau-Display kann man bei einigermaßen gutem Umgebungslicht auf diese verzichten.


So, ich hoffe, dass ich hiermit ein paar dieser Geräte vor dem Müllberg retten konnte, denn wahrscheinlich sind 9 von 10 Ausfällen auf das Display zurückzuführen.

Wenn Ihr zu der Reparatur noch Fragen habt oder einen eigenen Erfolg vermelden könnt, freue ich mich über entsprechende Kommentare.


Bis zum nächsten Mal!

Joe


Saturday, March 13, 2021

SSH Login to Squeezebox Radio / Touch / Controller

Sometimes you may feel the need to see what's going on behind the scenes in your Squeezebox. The menus may offer some test functionality already but for the curious that's not satisfying enough.

The Squeezebox models mentioned are based on Dropbear which is essentially a tiny linux designed for embedded SoC (System on Chip) hardware where performance is not exceptional. So it's really lightweight but still features an actual Linux kernel that supports multi-tasking, memory management and more, basically on just any hardware.

Linux, as most of you probably know, has great built-in support for networking. A root shell is available via SSH (Secure SHell) that you can connect to wirelessly or wired. It's not particularly user-friendly in that it's just a text-based console, nothing graphic about it. Those who are more experienced with Linux will immediately feel at home as a lot of the usual commands works, such as cd, ls, rm, top, cat, tail, and so on.

The risk of destroying anything is rather low as the file system that you are seeing in there is basically a RAM-disk and is always refreshed when the device is powered up after a cold start. You should still be careful and make backups of files you modify. Don't hold me liable if any of this goes south. Please continue only if you agree you do this on your own risk!

By the way, you won't notice any difference on the user side of your Squeezebox while the SSH port is open or being used. It will behave as always, depending on what you do in the root shell it might be a bit slower maybe.

So how is all of this done?

As usual, it's not just the push of a button.

First I need to disappoint all Transporter, Boom, Receiver, Classic, SliMP owners. SSH is not available on your platform. Unfortunately no way is known about how to connect to their kernel. Maybe it isn't possible at all, or only via JTAG debugging which is way out of my skillset.

So we are focusing here on the three models I know support SSH: Touch, Radio, and Controller.

All of these offer an option to enable the SSH port. By default it is off so the device won't be reachable via SSH at all. This is preferable if you fear that somebody in your network might hijack your Squeezebox. Turning the port off entirely is the best and safest way to ensure nobody gets in there.

Enabling the SSH Port (22)

The option can be found in the menu here:

  • Settings (Einstellungen)
    • Advanced (Erweitert)
      • Remote Login (Remote-Anmeldung)
        • Enable SSH (SSH aktivieren)

The screen shown in the last step also reveals what you need to specify to connect and authenticate:


So another reason to keep the SSH port closed is the very weak protection of the root account. I think the password cannot be permanently changed and even if it could, it might interfere with functions the Squeezebox relies on.

Our takeaways here are:

SSH user name: root

Password: 1234

IP address: (varies depending on your network configuration)

The port is open as soon as you click the Enable SSH menu and the little bright box appears to indicate the option is now active. You can toggle it off in the same place at all times.

Okay, so far for the Squeezebox part of this.

Accessing the SSH Shell

SSH uses TCP port 22 by default. What you need is a piece of software to connect, and it needs to be able to handle secured connections. On Windows, PuTTY is one of the best tools for this purpose, and it's free to download, too. Linux has ssh built in already and does not need anything beyond that.

Linux

To set up the connection and start using it, just start a terminal of your choice and enter the following command:
ssh 192.168.74.40 -oKexAlgorithms=+diffie-hellman-group1-sha1 -c aes128-cbc -o PasswordAuthentication=yes -o PreferredAuthentications=keyboard-interactive,password -o PubkeyAuthentication=no -l root
So what's all this? SSH accepts tons of parameters. Usually it is enough to specify just the target you want to connect to. However, the Squeezebox uses some very outdated key exchange and encryption algorithms that SSH won't easily accept so it needs to be made to.
The first parameter is the target IP address which in the case of my demo here is 192.168.74.40 but is something else in yours. Find the one that applies in your case in the Enable SSH screen (example screenshot above).
The -oKexAlgorithms parameter adds the SHA1 algorithm to the applicable algorithms for just this one command. All these options can also be made permanent but that's not desirable for security reasons. So we are adding it here to ensure that the next SSH connection you make will rely on only the secure and up-to-date mechanisms again.
-c aes128-cbc adds one of the encryption ciphers that the Squeezebox supports. It's also known to be rather weak nowadays so SSH must be forced to use it anyway.
The remaining -o parameters ensure that SSH won't accidentally pick up one of your public keys (from ~/.ssh) for authentication. The Squeezebox wouldn't know how to deal with that anyway. So we force it here to ignore any personal keys you might have.
-l root tells SSH to use the user account root to connect.
 
SSH will immediately connect once the command has been submitted, and ask you for the password after a short period. Enter 1234 and press <Return>.
This is what you will see:
 
 
 
The announcement about the RSA fingerprint will happen only once, SSH will register the remote host (-> your Squeezebox) and remember you agreed to the risks of connecting to it.
 
Sorry, could not resist showing this in Cool Retro Term, it's so much more fun that the dry plain text consoles. If you're interested, here is the source:
If you like snap images, you can get it ready-to-go from here:

Windows

Windows does not offer an integrated SSH tool, and Telnet which you can install as a feature won't cut it because it does not support key exchange and encryption (as far as I know - please correct me if this is no longer true).
So you will need a terminal program installed in your system. I recommend PuTTY as it is very feature-complete, vastly adjustable, and free do download without any nagging ads built in.
I won't go into the details of installing PuTTY, you can find plenty of information on that elsewhere.
Get PuTTY from here: https://www.putty.org/
After you have installed and started it, the window will look something like this:
 
 
Enter the IP address that your Squeezebox showed you on its screen into the Host Name (or IP address) box - as shown above.
Port 22, and the SSH connection type are preselected so you are basically ready to go. Click Open near the bottom right corner:

 
 
This is the point where Linux ssh would completely refuse the connection as it's too unsafe by today's standards. PuTTY lets you decide. Click Yes to go on.
The next prompt is about the Squeezebox host key that is still unknown to PuTTY and therefore untrusted:
 
 
The red crossed-out section belongs to the RSA2 key that the Squeezebox identifies itself with. This might be individual per device but my impression is that it's same for all of them. Anyway, to help me sleep at night, I obfuscated that portion of the screenshot.
You need to click Yes again to continue to the shell. PuTTY will register the key in its internal store and not ask you again. If you answer No, you will still connect but the key won't be registered and you will see the same prompt again next time you connect.
This is what you should see / enter:

 
Now enter root as the user name and 1234 as the password. You won't see any screen echo as you enter the password so be careful during your input. That is to make sure that nobody else can look over your shoulder and steal this secret from you *sniggle*. But that's a Linux default behavior and usually makes a lot of sense.
After submitting the credentials, you are logged in. Congratulations!

Once the Connection is Up (Linux and Windows)

The final number sign (#) in the console is the Dropbear standard prompt where you can now enter commands that directly execute inside the Squeezebox!

Terminating the Connection

Linux is very forgiving about abrupt connection termination but if you want to be graceful, you can enter the command exit to get out of the console. In Linux, you will be back in your regular terminal, exactly where you were before issuing the ssh command. PuTTY will close the window that represented your session once it has ended.

Looking around

Task Overview

Use the top command for a task manager:
Mem: 42156K used, 20220K free, 0K shrd, 7724K buff, 13604K cached CPU: 34% usr 2% sys 0% nic 63% idle 0% io 0% irq 0% sirq Load average: 0.25 0.40 0.21 2/39 709 PID PPID USER STAT VSZ %MEM %CPU COMMAND 579 1 root R 29580 47% 33% /usr/bin/jive 631 579 root S 8712 14% 2% jive_alsa -d default -c default -b 30000 -p 2 -s 16 -f 3 704 648 root R 2952 5% 1% top 554 2 root SW< 0 0% 0% [wlan_main_servi] 546 1 root S 3032 5% 0% /usr/sbin/inetd 533 1 root S 2956 5% 0% /sbin/syslogd -S 648 646 root S 2952 5% 0% -sh 581 1 root S 2952 5% 0% /sbin/getty tty3 9600 VC vt100 1 0 root S 2948 5% 0% init 535 1 root S 2948 5% 0% /sbin/klogd 580 1 root S 2948 5% 0% init 620 1 root S 2948 5% 0% udhcpc -R -a -p /var/run/udhcpc.eth0.pid -b --syslog -i eth0 -H SqueezeboxController -s /etc/network/udhcpc_action 646 546 root S 2644 4% 0% dropbear -i 277 1 root S < 2052 3% 0% /sbin/udevd -d 571 1 root S 1908 3% 0% /usr/sbin/wpa_supplicant -B -Dmarvell -ieth0 -c/etc/wpa_supplicant.conf 538 1 root S 1828 3% 0% /usr/sbin/watchdog 573 1 root S 1816 3% 0% /usr/sbin/wpa_cli -B -a/etc/network/wpa_action 163 2 root SW< 0 0% 0% [mtdblockd] 193 2 root SW< 0 0% 0% [s3c24xx-spi-gpi]
The list goes on a lot longer than shown here.
This gives you a quick overview of the memory and CPU usage and what processes are responsible for their consumption, updating about every 5 seconds. The most CPU-intensive processes are listed first. You will normally see jive here which is the process responsible for making a Squeezebox out of it all. It presents the user interface, listens to user input events, updates the display, and coordinates network and audio hardware control, among others. 
Exit out of top with <Ctrl-C>, or more gracefully, just pushing the <Q> key.

System Log

To trace the system log, you can enter the following:
tail -f /var/log/messages

This will show you the last 10 lines in the messages file, and keep updating if new content is appended to the file. <Ctrl-C> terminates tail and you will be back at the prompt.

If you want to review the entire file, use:

less /var/log/messages

less allows you to browse the file line by line or page by page, or jump to the end of it with <G> for instance. There are many more capabilities in less (despite the name). However, it won't update if the file has changes. You need to re-issue the command in order to see the latest content. Less can be quit with the <Q> key.

dmesg will give you the kernel log that was written from the moment the kernel was booted far enough to have file system access. So this shows very early stages of the startup processes and might reveal valuable information if you suspect a malfuction. Usually, dmesg will just dump the entire log into your console (around 160 lines) and you have to scroll back to the top to see all of it. If you want to page through it, type in:

dmesg | less

SD Card Access

Most people don't even know it but there's actually an SD card slot hidden in the battery compartment of the Squeezebox controller!

 

The battery needs to be removed in order to access the slot. Unfortunately, modern SD cards appear unreadable, probably the firmware supports only very old versions. A Nokia 128MB MicroSD card from my collection can be read without any trouble and auto-mounts to /media/mmcblk0p1, whereas a newer 16GB SanDisk model won't mount at all:

# cd /media # ls mmcblk0p1 # cd mmcblk0p1/ # ls -la drwxr-xr-x 2 root root 512 Jan 1 1970 . drwxr-xr-x 1 root root 0 Jan 1 1970 .. -rwxr-xr-x 1 root root 60416 Sep 29 2013 HXCFE_V1_8_2_40.upd #

Cool, eh?

So you can now copy (cp) files from and to the card as you wish.

The Touch also has an SD slot which is more well-known because it is exposed. I'm speculating here but probably it can be accessed inside SSH.

If you would like to copy and store some files, maybe exchange them with a PC or whatever, and find scp to troublesome to use, the SD card might be a comfortable way out. I will investigate further about the compatibility to SD cards in general, and add information here. For now, I think the older the card, the better the chance to make it work, at least in the Controller.

The Touch will probably support much newer cards as well as higher capacities are certainly desirable for the built-in Logitech Media Server.

Conclusion

So that's it for now, I'm curious what ideas you all might have how to utilize the SSH interface and whether anything useful can be done with it.
Feel free to ask any questions you might have, and let's explore this a bit!
Have a good time, and stay safe!